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| Depression und Panik aus Sicht der Formativen Psycholgie |
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Depression und Panik sind nach Keleman die zwei Endzustände eines Bewegungskontinuums. Am einen Ende ist die extreme Überwältigung durch die Erregung, die wir Panik nennen, am anderen Ende ist eine extreme Verlangsamung und Einfrieren durch Depression. Da ist einerseits die Erfahrung des überwältigt werdens von einer Erregung, die so gross ist, dass die vorhandene Form nicht mehr genügt, ihr ein Gefäss zu geben, um damit eine eigene Grenze formen zu können. Somit werden wir überwältigt, und wir bewegen uns in die Richtung einer entgrenzten Verflüssigung d.h. Panik. Andererseits ist Depression auch der Versuch des Organismus, durch Rückzug und Einfrieren, dieser überwältigenden Erregung Form zu geben. Depression und Panik stehen in enger Beziehung zueinander. Beide haben eine Funktion, die man im Umgang mit diesem Phänomenen verstehen muss. Depressive Haltung beginnt mit festhalten, versteifen, zusammenpressen, komprimieren, kompakt machen, sich verdichten. Es ist ein Muster von Kompression, Komprimierung und Verdichtung-Keleman.
Panik ist ein Zustand, in dem zuviel Erregung da ist und zuwenig Form. Es ist ein Zustand, in dem wir Angst vor Verflüssigung, Überregung und Kontrollverlust haben. Dann kämpfen wir um uns nicht aufzulösen und eigene Grenzen nicht zu verlieren.
Während des Kurses und Weiterbildungsstages werden wir uns nach einer Einführung in das Bewegungskontinuum Panik- Depression konkret mit Depression beziehungsweise Panikmustern beschäftigen. Wir wollen Verhalten, Struktur, körperliche Gestalt, Lebensweise und Identität, die hinter Depression und Panik stehen ergründen und Möglichkeiten kennenlernen, wie wir Depression und Panik gestalten, organisieren, mit ihr umgehen können .Wir werden mit einigen Übungen arbeiten, die von Stanley Keleman auf Depression und Panikmuster bezogen, entwickelt worden sind. Das Ziel der Übungen ist, zu lernen, wie wir Einfluss auf die eigene Verhaltensweise nehmen können.
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